12.06.20 | Kurzimpuls

Masken | Gott sieht und versteht dich

Neben Schlüsseln, Portemonnaie und Handy darf man zurzeit ein weiteres Utensil nicht vergessen, wenn man aus dem Haus geht: Die Mundschutzmaske! Vom Hals bis zu den Augen verdeckt sie – zum Infektionsschutz – zu dreiviertel das Gesicht, so dass man bei Begegnungen in der Öffentlichkeit schon genauer hinsehen muss, um selbst eine bekannte Person wieder zu erkennen.

Nicht selten versuchen Menschen aller Couleur und zu unterschiedlichsten Zwecken ihr Gesicht und damit ihre Identität zu verbergen. Ein Maskottchen im Stadion, der Bankräuber beim Überfall, Feiernde beim Karneval oder ein Clown, der sich unabhängig seines Gemütszustandes ein breites Lächeln ins Gesicht malt.

Gerne spielen wir unseren Mitmenschen schon mal etwas vor, um uns unabhängig und unerkannt zu wissen. Der Andere soll nicht erfahren, wer ich wirklich bin. Ich möchte frei bleiben, mich dem andren gegenüber nicht verantworten müssen.

Bei Gott dürfen wir Masken fallen lassen und Gesicht zeigen! Wie ein guter Freund, dem man alles erzählen kann, ist er nicht an dem interessiert, was man nach außen hin darstellt, sondern wer man wirklich ist. Und auf dieser Grundlage entsteht echte Beziehung!

Die Bibel berichtet von einer Gotteserfahrung der Sklavin Hagar, die ihn als einen „Gott, der mich sieht“ erlebte. Im Haus ihrer Herren fühlte sie sich nämlich unverstanden und verachtet. Deshalb lief sie weg und scheiterte kläglich. Aber Gott ließ sie nicht aus den Augen. Ihn interessierten nicht die gesellschaftlichen Rollen. Hagar war für ihn eben nicht irgendeine Magd! Deshalb kümmerte er sich um sie persönlich und gab ihr durch seine Begegnungen mit ihr, neue Perspektiven für ihr Leben! Er ist eben ein Gott, der sieht und versteht! Ihm brauchen wir nichts vorzuspielen.

Die Erfahrungen von Hagar kannst du in 1.Mose 16 und 21,9-21 nachlesen.